Stories of Passion and Dedication
CARPASUS Portrait: Mirco Bösch
Wir haben Mirco im MoMö-Museum getroffen und mit ihm über Genuss, Handwerk und seine Leidenschaft fürs Brennen gesprochen.
"Ein Destillat ist wie das Parfüm der Natur, welches man versucht in eine Flasche zu bringen."
"Ein guter Schnaps darf nicht brennen."
"Wenn du in einen Apfel beisst und dieses Erlebnis in konzentrierter Form in der Flasche wiederfindest, das treibt mich an."
"Und dann musst du bereit sein. [...] Es darum, die Früchte möglichst schnell zu verarbeiten "
"Ich habe das Motto, wenn ich etwas Neues kaufe, muss auch etwas anderes weg."
Jetzt kommen wir noch auf Mode und Kleidung zu sprechen. Welchen Stellenwert haben sie für dich?
Ich mag qualitativ gute Kleidung - also einen guten Schuh, eine gute Jacke. Ich suche mir die schon sehr spezifisch aus. Meine Schuhe gehe ich vielleicht nur in dem einen Shop in Campton kaufen, in London. Dann weiss ich aber, dass die Schuhe auch ein Leben lang halten. Nachhaltigkeit bei der Mode ist mir sehr, sehr wichtig. Ich gehe nicht oft Kleidung einkaufen, sondern wirklich das, was ich brauche. Und ich habe das Motto, wenn ich etwas Neues kaufe, muss auch etwas anderes weg. Ich glaube jeder mag es, gut auszusehen. Gleichzeitig bin ich auch jemand, der sehr einfach ist und sich wirklich nicht darum kümmert, was andere von mir denken, wie ich herumlaufe. Ich kann auch gut mit einem zerfetzten T-Shirt oder einem verschnittenen Band-T-Shirt herumlaufen und mit irgendwelchen alten, verlotterten Hosen und den dreckigsten Vans vom letzten Openair. Das ist ein bisschen situativ.
Welche Werte im Umgang mit anderen Menschen oder der Umwelt findest du besonders wichtig?
Die Akzeptanz. Oder vielleicht eher die Toleranz. Also, dass man die Umwelt akzeptiert wie auch die Menschen. Es darf ja jeder manchmal etwas nach links oder rechts gehen. Aber grundsätzlich akzeptieren, was dein Gegenüber denkt und macht. Oder auch die Natur akzeptieren. So wie sie halt ist und auch sein darf. Aufeinander Acht geben. Tolerieren. Sorge tragen. Den Menschen wie auch der Umwelt. Das ist ganz, ganz wichtig. Und ja, vielleicht auch ein bisschen Weniger gegeneinander, sondern mehr miteinander. Sowohl mit der Natur, wie auch mit den Menschen. Mit der Natur zusammenarbeiten, nicht gegen die Natur arbeiten. Mit dem Menschen arbeiten, nicht gegen den Menschen arbeiten. Ich habe einige Schicksalsschläge hinter mir. Dadurch lernst du den Menschen und das Leben nochmals ganz neu kennen, schätzen und lernst den Moment mehr zu geniessen.
Das klingt nach einem guten Grundsatz. Noch die letzte Frage: Welche Pläne oder Träume hast du für die Zukunft?
Das eine ist natürlich gesund zu bleiben und dass die Familie gesund bleibt, das ist das Wichtigste. Auf der anderen Seite: Geniessen. Und zwar sowohl was das Essen oder Getränke anbelangt, aber natürlich auch die Natur, die Menschen, das Leben geniessen. Denn wenn man das nicht mehr hat, dann lohnt es sich wirklich nicht mehr. Bestenfalls kann man auch das Arbeiten geniessen. Aus jedem Moment das Beste herausholen. Genuss, Freude, Leben.
Danke vielmals für das Gespräch und für deine Antworten.
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CARPASUS Portraits
Unser Format CARPASUS Portraits präsentiert inspirierende, wagemutige, kreative, machende Menschen aus unserem Umfeld, die ihr letztes Hemd für ihre Leidenschaft geben. Wir besuchen sie in ihren Studios, Küchen, Ateliers, Büros und Werkstätten, unterhalten uns mit ihnen und portraitieren sie in ihren Lieblingskleidern von CARPASUS.
Fotos: Simon Costabiei
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